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Hybrid-Semester: Informationen für Lehrende

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Neben den umfangreichen Informationen zur digitalen Lehre, die Sie unter COVID-19: Informationen für Lehrende finden, haben wir auf dieser Seite einige Ergänzungen für Sie zusammengestellt, die auf die Besonderheiten und Herausforderungen des hybriden Formats eingehen.

Hybride Lehre

Das Wintersemester 2020/2021 wird ein hybrides Semester sein. Das bedeutet, Sie können alternativ zum aus dem Sommersemester bekannten Onlineformat und dem in Ausnahmefällen möglichen Präsenzformat auch ein hybrides Veranstaltungsformat wählen.

Ihr Veranstaltungsformat wählen Sie über Stud.IP. Unter dem Reiter Online-Lehre finden Sie ein entsprechendes Auswahlformular, sowie weiterführende Informationen zum Ablauf. Eine Anleitung zu Auswahl des Formats und Raumbuchungen für Hybridveranstaltungen finden Sie rechts unter Downloads.

Das hybride Format ermöglicht Ihnen den direkten Kontakt zu Ihren Studierenden. Aufgrund der Hygiene- und Abstandsvorgaben kann jedoch immer nur ein Teil der Studierenden anwesend sein. Sobald Ihnen Räume zugewiesen wurden, wissen Sie, wie viele Studierende pro Termin anwesend sein können. Die Zuteilung der Plätze auf Studierende wird durch Stud.IP unterstützt. Detaillierte Informationen hierzu folgen noch.

Wenn Sie sich für das hybride Format entscheiden, sollten Sie einige Punkte beachten:

  • nur ein Teil der Studierenden darf jeweils vor Ort sein, für nicht vor Ort anwesende Studierende müssen Alternativen geschaffen werden
  • Sie müssen nicht alle gebuchten Termine für Präsenzsitzungen nutzen, falls Ihr Lehrkonzept weniger oder unregelmäßige Präsenztermine vorsieht
  • beachten Sie, dass die Ihnen zur Verfügung gestellten Räume möglicherweise nicht mit Aufzeichnungstechnik ausgestattet sind
  • benötigte Technik muss ggf. selbst angeschafft werden
  • die technischen Anforderungen können je nach gewählter Umsetzungsvariante ggf. höher sein, als bei reiner Online-Lehre

Um die Tatsache, dass nicht alle Teilnehmenden gleichzeitig vor Ort anwesend sein können, zu kompensieren, bieten sich verschiedene Varianten an.

Asynchrone Variante mit Aufzeichnung

Ein Teil der Studierenden ist während des Vortrags im Hörsaal anwesend. Der Vortrag wird aufgezeichnet und den nicht anwesenden Studierenden anschließend zur Verfügung gestellt.

Vorteile:

  • Sie können wieder vor Publikum vortragen und mit den Studierenden direkt kommunizieren
  • Studierende, deren Infrastruktur für Onlineszenarien nicht ausreicht (technische Ausstattung und Internetverbindung), können alternativ vor Ort teilnehmen
  • allgemein hohe Flexibilität für Studierende: Aufzeichnungen können jederzeit angeschaut werden
  • geringer bis kein zusätzlicher technischer Aufwand (Falls Aufzeichnungstechnik nicht zur Verfügung steht, muss der eigene Rechner verwendet werden)

Nachteile:

  • direkte Interaktion ist nur mit den Teilnehmenden vor Ort möglich, diese können z.B. auch direkt Fragen stellen und sind gegenüber nicht anwesenden Studierenden dadurch im Vorteil
  • Online Teilnehmende haben erst mit etwas Verspätung Zugriff auf Inhalte

Technik:

  • Aufzeichnen mit Hörsaaltechnik (keine zusätzliche Technik nötig) oder
  • Aufzeichnen mit eigenem PC
    • Software: Opencast-Studio
    • Mikrofon: z.B. Headset oder Ansteckmikrofon
    • Webcam

Synchrone Varianten mit BigBlueButton oder Streaming

Variante 1: Live-Zuschaltung

Die nicht vor Ort anwesenden Teilnehmenden werden in diesem Szenario live per Vidokonferenz zugeschaltet (nur zuhören) oder schauen einen Live-Stream der Veranstaltung. Die Kommunikation mit der nicht anwesenden Gruppe ist nur eingeschränkt bis gar nicht möglich. Gewisse aktivierende Elemente wie z.B. Quizzfragen per Audience Response könnten jedoch eingesetzt werden, um beide Gruppen gleichermaßen zu aktivieren.

Vorteile:

  • Aktivierung aller Studierenden durch Audience Response (Quizzes, Umfragen) etc.
  • alle Studierenden können sich z.B. per Chat mit Fragen und Kommentaren einbringen

Nachteile:

  • Lehrende müssen zwei Gruppen ansprechen und moderieren (Wortmeldungen im Plenum und im Chat, Blick ins Plenum oder in die Webcam)
  • technische Anforderungen sind bei Live-Verbindungen höher (Online teilnehmende Studierende brauchen ausreichend stabile Leitung)
  • geringe Flexibilität für Studierende (kann evtl. durch zusätzliche Aufzeichnung kompensiert werden)

Technik:

  • Streamen mit Hörsaaltechnik (keine zusätzliche Technik nötig) oder
  • Streamen mit eigenem PC
    • Software: BigBlueButton
    • Mikrofon: z.B. Headset oder Ansteckmikrofon
    • Webcam
Variante 2: Webmeeting

Bei dieser Variante werden die nicht anwesenden Teilnehmenden so zugeschaltet, dass sie sich aktiv, zum Beispiel mit Wortmeldungen und Redebeiträgen einbringen können. Es handelt sich sozusagen um eine Videokonferenz, in welcher sich die vor Ort Anwesenden eine Kamera und ein Mikrofon teilen. Aus diesem Grund ist insbesondere eine geeignete Einrichtung des Veranstaltungsraums, mit geeignetem Mikrofon, flexibler Webcam und Lautsprechern besonders wichtig.

Bei dieser Variante lassen sich insbesondere auch Gruppenarbeitsphasen umsetzen. Neben der oder den Gruppen vor Ort können die Online-Teilnehmenden durch Nutzung der Breakouträume in BigBlueButton ebenfalls Gruppen bilden. Anschließend können jeweils Vertreter/innen der Präsenzgruppen und der Online-Gruppen die Ergebnisse ihrer Gruppe vorstellen. Die Koordination der Redebeiträge ist bei dieser Variante ggf sogar einfacher, als in einem komplett offenen Meeting.

Vorteile:

  • Dialog mit allen Studierenden möglich
  • Audience Response kann auch hier ergänzend eingesetzt werden
  • Gruppenarbeit möglich

Nachteile:

  • Lehrende müssen zwei Gruppen ansprechen und moderieren
  • technisch anspruchsvoll und störanfälliger (Ton- oder Verbindungsprobleme bei Studierenden fallen hier mehr ins Gewicht)
  • Moderation voraussichtlich anspruchsvoller als bei gewöhnlichen Videokonferenzen, in der Variante mit Gruppenarbeit aber evtl. besser zu handhaben

Technik:

  • Webmeeting in BigBluebutton mit eigenem PC
  • Mikrofon: z.B. Headset oder Ansteckmikrofon
  • Webcam
  • Lautsprecher

Rotierende Gruppen

Die bisherigen Varianten basieren auf der Annahme, dass alle Teilnehmenden zeitgleich aktiv oder auch passiv an einer Veranstaltung teilnehmen. Welche Studierenden dabei jeweils vor Ort sind spielt eine eher untergeordnete Rolle. Alternativ wäre eine gezielte Aufteilung in Gruppen denkbar.

Variante 1: Pro Termin eine Gruppe

Jede Gruppe ist jeweils zu einem bestimmten Termin vor Ort. Auf diese Weise können auch Formate ermöglicht werden, welche ein reales Zusammentreffen zwingend erfordern. Dies lässt sich insbesondere gut kombinieren, wenn Input-Phasen für alle Teilnehmenden Online stattfinden, z.B. in Form von Lehrvideos und die Präsenztermine gezielt für Interaktion genutzt werden.

Variante 2: Pro Termin ein/e Vertreter/in jeder Gruppe

Zu jedem Präsenztermin ist jeweils ein/e Vertreter/in jeder Gruppe anwesend, um beispielsweise Arbeitsergebnisse der Gruppe vorzustellen oder im Rahmen von Planspielen oder Diskussionen eine bestimmte Rolle im Auftrag der Gruppe einzunehmen.

Vorteile:

  • intensive Zusammenarbeit möglich (Diskussionen in den Gruppen müssen nicht per Mikrofon eingefangen und übertragen oder aufgezeichnet werden)
  • individualisierte Betreuung der Gruppen möglich
  • keine Videoaufzeichnung/-übertragung erforderlich

Nachteile:

  • Organisation und methodische Vorbereitung aufwendig
  • Abstandsregeln vor Ort erschweren ggf. die üblichen Interaktionen

Technische Ausstattung

Die hybride Durchführung einer Lehrveranstaltung unterscheidet sich in einigen Details von reinen Online-Formaten, wie zum Beispiel herkömmlichen Webmeetings. Im Folgenden Video erhalten Sie einen Überblick über eventuell zusätzliche benötigte Hardware und Hinweise auf Details die Sie beachten sollten.

Aufbau und Setting

Die verschiedenen Durchführungsvarianten erforden jeweils einen individuellen Einsatz von Laptop, Beamer, weiterer Hardware und ggf. auch Aufzeichnungssoftware. Das folgende Video soll helfen einen ersten Überblick zu verschaffen, wie Aufbau und Durchführung für ein bestimmtes Szenario aussehen würden.